Geschrieben von: Sven in Allgemein
Was ich dringend noch loswerden will: Der Service und der Umgang der √É‚Äûmter in Deutschland mit den Bürgern hat sich derart verbessert, dass hier ein Punkt hinzugekommen ist, der gegen die Ausreise spricht. Ich wurde im letzten Jahr überall, sei es beim Arbeitsamt oder bei der Deutschen Rentenversicherung, bei allen Problemen nach Kräften unterstützt. Selbst in Stress-Situationen (bei der Arbeitsagentur funktionierte in drei Viertel aller Fälle das Computersystem nicht√¢‚Ǩ¬¶) waren die Mitarbeiter immer freundlich, zuvorkommend und hilfsbereit. Die Schweizer Behörden, mit denen ich bisher allerdings nur wenig und nur telefonisch zu tun hatte, wirkten da stoffeliger. Hätte mir das jemand vor zwei Jahren gesagt, hätte ich ihm einen Vogel gezeigt.
Dazu steht ganz im Gegensatz die Bevölkerung auf der Straße. Liebe (bald ehemalige) Landsleute: Schiebt Euch Eure brummelige langgesichtige Ellenbogenmentalität sonstwohin. √É≈ìberall im Ausland sind die Menschen höflicher und fröhlicher und freundlicher! So auch in der Schweiz. Ich wurde hier mit soviel ungezwungener Höflichkeit und freundlichem Lächeln empfangen, dass ich Sorge hatte, ich könnte grob und ungehobelt wirken. [Wer mich kennt, wird verstehen, was das bedeutet√¢‚Ǩ¬¶ Für alle anderen: Ich bin eingebildet genug, mich für einen kultivierten, höflichen und zuvorkommenden Menschen zu halten.]
1 Kommentar »
Geschrieben von: Sven in Allgemein
Morgens um 7:00 Uhr – Ich sitze im Zug nach Hause.
Nach Hause?
Oder in die alte – ehemalige – Heimat? Es ist ein merkwürdiges Gefühl: Da ich froh bin, aus Deutschland heraus zu kommen, habe ich keine Sehnsucht danach, nochmal zurück zu fahren. Auf der anderen Seite ist hier in Chur noch nichts, was mich hier zu Hause fühlen lässt. Am wichtigsten ist, wo Claudia und die Kinder sind. Wären sie hier, fiele es mir noch schwerer, abzureisen. Und da Julius in Berlin bleibt, werde ich mich wohl auch in Zukunft so zerrissen fühlen.
Keine Kommentare »
Geschrieben von: Sven in Allgemein
Von Deutschland habe ich vor der Abreise nach Chur mal wieder meine Entscheidung bestätigt bekommen: Groß wird damit geworben, dass man sich ruhig auch im Europäischen Ausland nach einer Stelle umsehen solle. Es gäbe bei der Stellensuche ausgezeichnete Unterstützung durch den Europa- Service und Eures. Das stimmt! Weiter wird erklärt, dass man auch bei Arbeitsantrittnicht nicht allein gelassen wird. Hilfe gibt es bei doppelter Haushaltsführung und Umzug, sofern noch Geld da ist (Kann-Leistung).
Ich also bei den Vertragsverhandlungen mit meinem neuen Arbeitgeber überschlagen, ob ich das erste halbe Jahr überstehe (die Reisen zum Vorstellungsgespräch und dem darauffolgenden “Kennenlernen” habe ich aus eigener Tasche bezahlt).
Nun will ich die Anträge stellen, da erfahre ich, dass zwischen Ende der Arbeitslosigkeit (30.12.06, der 31. ist ein Sonntag und wird nicht mitgerechnet) und dem Antritt der Stelle am 01.01.07 ein Tag liegt, die Unterstützung aber nur ALG- Empfängern gewährt werden kann. Entschuldigung, aber das ist genau die Art von Verarschung, die mich hier weg treibt! Es erinnert an das supergünstige Bahnticket, das man bekommt,, wenn man siebeneinhalb Wochen im voraus in einem ungeraden Jahr eine Fahrkarte für einen Freitag den 13. bucht und drei Nonnen mit nimmt.
Keine Kommentare »
Geschrieben von: Sven in Allgemein
Meine Frau und ich haben uns entschieden, in die Schweiz zu ziehen. Was uns dazu und dabei bewegt, soll hier zu lesen sein. Zur Zeit schwanken wir zwischen Freude und Angst vor der eigenen Courage!
Und da ich in 17 Tagen abreise, überschlägt sich alles ein bisschen.
Keine Kommentare »
Geschrieben von: Sven in Allgemeines
Dies also soll mein eigenes Blog werden. Da ich es nie lange durchgehalten habe, Tagebuch zu schreiben, kann ich nicht versprechen, dass ich hier am Ball bleibe.
Ich werde es auf jeden Fall versuchen!
Liebe Grüße
Sven
Keine Kommentare »