Natürlich entdeckt man bei fremden Kulturen immer wieder Dinge und Verhaltensweisen , die man nicht versteht (Ja, das geht mir auch bei meiner eigenen Kultur so, aber darum geht’s hier nicht.). Was ist bis heute nicht gelöst habe, ist folgendes Rätsel:
Was macht ein Schweizer am Geldautomaten?
Für mich läuft das ganze immer so ab: Karte rein, Nummer tippen, Betrag auswählen, Karte raus, Geld einsacken und Tschüss.
Studenten- Variante: Karte rein, Nummer tippen, Betrag auswählen, “Betrag nicht verfügbar” (o. √É‚Äû.) lesen, Karte raus, Kunpel anpumpen und Tschüss.
Und die Stundentinnen- Variante: Karte rein, Nummer im Portemonnaie nachschauen, Nummer eintippen, “Betrag nicht verfügbar” (o. √É‚Äû.) lesen, kleineren Betrag wählen, Karte raus, Geld einsacken und Tschüss.
Nicht so in der Schweiz. Zunächstmal scheint es verpönt zu sein, mit nur einer Karte an einen Automaten zu gehen. Tatsächlich scheinen die meisten gleich für die ganze Abteilung ihres Arbeitgebers Geld mit zu bringen. Aber auch da vollzieht sich bei jeder Karte ein Ritual, das sich mir nicht erschließt (und dass ich, wegen der berühmten Diskretion der Schweizer in Geldangelegenheiten, nicht weiter aufklären kann, ohne gegen die Etikette zu verstossen): Nach dem Entnehmen des Geldes wird die Karte nochmals eingeschoben, irgendetwas getippt, bestätigt, getippt, gelesen, getippt…
Wer’s aufklären kann: die Kommentarfunktion ist mit neuem Spam-Filter wieder aktiv
Liebe Grüsse
Sven (der gerade keinen müden Rappen mehr im Portemonnaie hat)
