Archiv für April 2008

Mit unserem Garten ist es merkwürdig: Es wächst einfach alles. Trotz meiner “Unterstützung”. Schon als wir einzogen fanden wir Minze, Rosmarin, einen Haselnussstrauch, wunderschöne Rosen… Hm, Rosen, ein schlechtes Thema. Möglicherweise habe ich eine gekillt. Sie ist mir bei dem Versuch, sie umzusetzen, umgefallen und hat sich dabei die feinen Wurzeln angerissen. Aber selbst nach drei Wochen sind einige Zweige noch saftig, und alle Bekannten raten mir zur Geduld.

Gartenarbeit – sie ist erstaunlich befriedigend. Ich hätte nie gedacht, dass ich da mit Freude soviel machen würde. Wir haben einen Garten, der an einem Hang liegt und deshalb auf drei Terrassen aufgeteilt war. Da wir für unsere Kinder ein bisschen Platz zum Spielen schaffen wollten, haben wir uns überlegt, die drei Terrassen zu einer zusammen zu fassen und so eine etwas größere Fläche zu bekommen.

Umbau

Ich bin mit Gartenarbeit nicht vertraut, noch weniger versteh ich etwas von Landschaftsgärtnerei am Hang. Also haben wir in einer Gärtnerei angefragt, ob man uns dabei helfen könne. Der ausgemachte Termin verstrich ohne Rückmeldung. Wir haben nochmals nachgefragt, und schließlich kam auch der Sohn vom Eigentümer der Gärtnerei vorbei. Er hieß unsere Idee grundsätzlich gut, sagte uns einen Kostenvoranschlag zu und empfahl uns, schonmal die Pflanzen umzusetzen, die wir erhalten wollten. Nach Erhalt des Kostenvoranschlages könnten wir ja einen Termin ausmachen, wann er anfangen solle. Am ersten schönen Wochenende fing ich also an, Pflanzen auszubuddeln. Und weil ich gerade so schön dabei war, buddelte ich weiter … und weiter … und weiter.

Am Ende des zweiten Wochenendes stellten wir fest, dass jetzt auch niemand mehr zu kommen bräuchte –zwar dauerte es noch eine ganze Weile, bis die Baustelle wieder nach Garten aussah, aber Dank tatkräftiger Unterstützung haben wir es endlich geschafft.

Linchen hilft im Garten

Worauf ich eigentlich hinaus will: Beim umgraben fanden wir unzählige Maikäfer im Garten – nicht die kleinen Engerlinge, nein – fertige Maikäfer. Ich oute mich jetzt: Das war mir neu, dass die im Boden heranwachsen. Wie mich besser informierte Freunde aufklärten, würden sie wohl irgendwann, wenn es wärmer wäre, alle auf einmal ausschwärmen.

Heute schließlich ging es los. Aus unserem Fenster sahen wir regen Flugverkehr um einen Baum. Ich ging auf den Balkon: Tatsächlich, die Luft war / ist immer noch voller Maikäfer. Man hört unbeholfenes Brummen – immer wieder stoßen sie gegen Wände – aber nicht einer flog bisher gegen unser Fenster. Ein Tier schoss mit so einem Karacho gegen unsere Hauswand, dass es benommen auf unserem Balkon liegen blieb.

Die Maikäfer schwärmen

Zwischen den Käfern fliegen die Jäger der Dämmerung und genießen offensichtlich ihr Festmal.

Faszinierend!

Gruss
Sven

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Ein Auszug aus einem Chat mit Claudia aus der Zeit, als ich noch alleine in Chur im Hotel gelebt habe:

21:36 ergo hatte…
21:36 ich mir eine meiner Lieblingszigarren genommen
21:36 – die kleinen, tiefschwarzen…
21:36 die sehr kräftig sind
21:37 genau richtig nach einem nicht ganz so optimalen Abend
21:37 …
21:37 was soll ich sagen
21:37 wie bei Castorp: sie schmeckte nicht
21:37 ich muss das verifizieren
21:37 entweder liegt es daran, dass die kleinen schwarzen den Flug nicht überkebt haben
21:38 überlebt…
21:38 oder die Marduro- Blätter (die schwarzen) schmecken in der bergluft nicht,
21:38 was erklären würde, wieso mir die andere gut schmeckt
21:39 und darauf hindeuten würde, dass Castorps Maria eine marduro war ;.-)
21:39 was ja im Roman nicht aufgelöst wird…

Man, jetzt bin ich schon ein Jahr hier – und immer noch ist der Fall q.e.d
Da muss ich mich endlich mal aufraffen. “Man muss sich auch mal zwingen können,” sagt Claudia immer. :D

Ich werde mir also jetzt, wo es wieder wärmer wird, eine Zigarre mit einem Maduro- Deckblatt kaufen müssen, und sie in Ruhe an einem Windstillen Tag auf unserem Balkon kosten – natürlich nur zu wissenschaftlichen Zwecken.

Gruss
Sven

eine Katze am heißen Blech auf dem Dach

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Mit dem Datenschutz ist es ein merkwürdig Ding. In jedem Online- Shop hinterlassen wir unsere Daten in Verbindung mit einer Kreditkartennummer, nur um das gewünschte Produkt nochmal drei Cent billiger zu erhalten. Die meisten surfen über ungesicherte Funknetze im Internet, setzen sich in Internetcafes und besuchen ihre “Community” – social networking ist in aller Munde. Das Mail- Konto haben wir bei Google, weil es da so schön viel Speicherplatz “kostenlos” gibt. Ein Hinweis sei mir gestattet:

Es gibt auch zweieinhalb Jahrhunderte nach der industriellen Revolution immer noch kein Unternehmen, das überlebt, wenn es keine Einnahmen erzielt.

Und bei Google bezahlen wir eben nicht mit Geld, sondern in der Währung Daten-Gigabyte. Ich finde das OK, weil Google daraus kein Geheimnis macht. Und jeder, der sich ins Internet wagt, kennt zumindest die wesentlichen Zusammenhänge der EDV. So dachte ich zumindest bis jetzt. Heute morgen habe ich in der Zeit – schlimmer noch: im Online- Angebot der Zeit einen Artikel über Googles Office- Software gelesen. Der Autor – wie auch diverse Kommentatoren – lassen jegliches technisches Verständnis missen, was mich zu der Ansicht bringt, dass hier dringend ein paar deutliche Worte gesprochen werden müssen:

  1. Klickt man in einem Online- Angebot auf “löschen”, so ist die Information keinesfalls gelöscht, sondern nur nicht mehr sichtbar. Es ist wie ein Buch, das zugeklappt wird. Man kann es jederzeit wieder aufschlagen und die Information nachlesen.
  2. Die Sicherheit von lokal installierten Office- Programmen – insbesondere von Microsofts Office – ist trügerisch. Word z.B. verpackt in sein .doc Format jede Menge Hintergrundinformationen. Wer es nicht glaubt, sei aufgefordert, einen Text einmal in Word zu tippen und abzuspeichern, und denselben Text noch einmal in einem Programm zu schreiben, das ihn als reinen Text ablegt – gerne auch formatiert. Die Grössenunterschiede sprechen eine deutliche Sprache.
  3. Ein Standard ist ein offenes Format, das jeder benutzen und nachbauen kann. Jeder kann ein A4- Blatt benutzen, aber jeder hat Probleme, wenn er komplexe Word- oder Excel- Dokumente mit einem anderen Programm als einem der MS- Office- Suite öffnen will. Word ist kein Standard! Das ist – wie ich finde – kein Problem, Microsoft ist ein Softwareanbieter, der Geld verdienen will, und kein caritatives Unternehmen. Aber – ich sage es nochmal: Word ist eben auch kein Standard! Man muss nicht zu Word kompatibel sein.

Die erschreckende Gefahr besteht darin, dass Menschen mit wenig Computerwissen an wichtigen Schaltstellen sitzen und Entscheidungen treffen, die von Lobyisten großer Software- Anbieter beeinflusst sind. Ein Beispiel gefällig? Die großen westlichen Regierungen benutzen alle, weil es ja sozusagen Standard ist (s.o.), Software eines großen Quasi- Monopolisten. Und nicht nur eine Software – nein, sie kaufen gleich die geamte Produktpalette ein und verbannen alles, was nicht von diesem Anbieter kommt.

So etwas würde ein verantwortungsbewusster Informatiker niemals machen!

Dieser Anbieter war bisher nur darauf aus, mit Software Geld zu verdienen. Was aber passiert, wenn sich diese Strategie einmal ändert? Dann kann dieser Anbieter alle geheimen Daten der Regierungen für seine Zwecke nutzen.

Welcher naive Kopf ruft da gerade: “Das geht doch gar nicht, die Daten sind doch gesichert!”? Sie wären erstaunt, was mit Software alles möglich ist. Stellen Sie sich beispielsweise mal eine Stadt vor, in der alle Türen mit demselben Schloss gesichert sind. Und haben Sie schonmal einen Fernsehbeitrag gesehen, in dem ein Schlosser seine Fähigkeiten zeigt? Zurück zur Informatik: Um beispielsweise die aktuellen Verschlüsselungstechniken im Funknetzbereich (WLAN) zu knacken, benötigt ein geübter Hacker nur noch Minuten. Was bedeutet das in der Praxis?

  1. Gehen Sie als Privatanwender auch ruhig mal einen anderen Weg – man muss nicht zu allem kompatibel sein.
  2. Einen Weg sollten Sie unbedingt anders gehen, als alle Ihre Freunde: SICHERN SIE IHRE DATEN REGELMÄSSIG AUSSERHALB IHRES COMPUTERS! Es gibt externe Festplatten, CD- Brenner und USB- Speichersticks – die Anschaffung ist bei weitem nicht so aufwendig, wie den Verlust Ihrer Daten wieder wett machen zu müssen.
  3. Treffen Sie als Entscheider gerne auch mal Entscheidungen, die auf den ersten Blick ein bisschen teuerer erscheinen. Machen Sie Ihre IT so vielfältig wie möglich. Es macht die Wartungskosten nur unerheblich teurer, spart aber im Sicherheitsbereich später ein mehrfaches wieder ein.
  4. Rechnen Sie mal nach, was der Arbeitsausfall durch “nur mal eben neu starten” in Ihrem Unternehmen an Arbeitszeit kostet.
  5. Kalkulieren Sie mal die Kosten für die Zeit, die ein System im Active Directory mehr verbraucht, als ein nicht eingebundenes System. Wie viele Informatiker könnte man für den Gegenwert einstellen? (Kleiner Spaß am Rande: Sie würden damit gleich noch etwas für die einheimische Volkswirtschaft tun.)

Was wäre, wenn von einem Outlook- Angriff nur ein Drittel aller Arbeitskräfte betroffen wären? Es lässt sich auf eine Formel bringen: Je vielseitiger Ihre IT ist, desto schwieriger wird ein Angriff!

Ich möchte noch eine Gechichte aus dem praktischen Leben bringen: Im Zuge der grossen Fusionen und Einsparungen durch Synergie- Effekte haben sich zwei weitere Unternehmen zusammengeschlossen: Ein Hersteller mechanischer Uhren und ein Sanitär- Unternehmen. Eine externe Beratungsfirma hat nun (gegen ein kleines Entgelt) bahnbrechendes herausgefunden: dass man beim Einkauf viel Geld sparen kann, wenn man die verwendeten Werkzeuge standardisiert und nur noch eine Sorte, dafür dann in grosser Menge einkauft. Das muss unbedingt auf unser neues Unternehmen angewendet werden. Da der Uhrmacher von dieser Beratungsfirma höher bewertet wurde, hat er etwas mehr zu sagen, was dazu führt, dass von nun an nur noch feine Flachzangen eingekauft werden. Überraschender Weise leidet seitdem die Produktivität im Sanitärbereich, weshalb dieser Zweig unwirtschaftlich und an einen Investor verkauft wird …

Wir alle kennen solche Geschichten. Jetzt die große Frage: Warum sollte so ein Quatsch im IT- Bereich funktionieren? Warum sollten da alle die gleichen Rechner und Tools benutzen können? Richtig, auch da muss es schief gehen!

Man steigert sofort die Produktivität, wenn man das richtige Werkzeug zur Verfügung stellt (womit wir wieder bei der Industriellen Revolution wären).

In unser aller Verantwortung liegt es, uns ein bisschen mit den aktuellen Techniken und Werkzeugen zu beschäftigen und für unsere Zwecke das passende auszusuchen. Das kann für einen Journalisten ein Online- Office sein, für einen Privatanwender ein Online- E-Mail mit viel Speicherplatz oder eine moderne Bildbearbeitung. Aber mit großer Wahrscheinlichkeit gibt es zu jedem Produkt Alternativen, die zumindest bedacht werden sollten.

Bleibt noch eine Frage offen: Wie löscht man Daten? Man wirft sie in den Papierkorb, leert diesen und überschreibt die betreffenden Sektoren der Festplatte sieben mal mit Zufallsdaten.

Glauben Sie, dass Ihr Online- Office das wirklich macht?

SK

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eben komme ich vom Essen zurück√¢‚Ǩ¬¶

ohne Worte

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Vista – mal wieder…. warum nur muss ich Idiot immer testen? Inzwischen häufen sich die Anfragen, ob Aleph Vista- kompatibel sei. Nach meinen ersten Erfahrungen kann ich das nicht bestätigen, obwohl ExLibris etwas anderes behauptet.
Egal… Ich also mein Vista aus der Schublade gekramt (hätte ich es doch nur richtig entsorgt, die DVD zerbrochen o. √É‚Äû.). Es nerven also die bekannten 200.000 Abfragen, bevor man auch nur den Virenscanner updaten kann. Aber: es gibt ja jetzt das Service- Pack 1!!! Alles ist damit viel besser und das Windows sogar schneller geworden. (Laut der Werbe- Texter). Ich habe mich also durch die Seiten von MS durchgewühlt (nein, im automatischen Update ist das nicht enthalten – da gibt es einen ausgeklügelten Plan) und eine 500 MB große Datei geladen. Große Updates kenne ich ja von Apple auch ;-)
Was habe ich gerade geschrieben? Als ob die Verfahren irgendetwas gemein hätten…
Es ging also damit los, dass meine Festplatte nicht genügend Speicherplatz hatte. Was bedeutet das? Ich habe nur das nackte Windows Vista drauf und einen Virenscanner (das erste, was man unter Windows installieren muss, obwohl ja Apple immer soooviele gefääähhrrrliche Sicherheitslücken offen lässt, wogegen MS immer alles sofort patcht und schließt… sic!). Das ganze verbraucht 7 GB. Zum Vergleich Mac OS 10.5 mit dem kompletten iLife Paket und der Office- Software von Apple benötigt 6 GB – da sind dann aber 2 GB an Midi- Dateien für Garage- Band dabei und 700 MB an Vorlagen für iWeb. Ohne den digital Hub liegen wir beim Leo etwa bei 3,5 GB.
Doch zurück zum großen Software- Versorger der großen westlichen Regierungen: Zusätzlich werden für das Update von Vista 7GB Speicherplatz benötigt. hmmmmm
Na gut, dann verdoppele ich eben die Größe der virtuellen Festplatte auf 20 GB. Gesagt, getan, und das Update gestartet. Es kommt wieder die besch… Sicherheitsabfrage, ob ich das Update von MS wirklich installieren will (manchmal fragen sie sogar, ob man der Software von MS vertraut… lol) und die Warnung, dass das Update über eine Stunde dauern kann und der Rechner im Zuge dessen mehrmals neu gestartet würde.
OK, ich arbeite in einer virtuellen Maschine, die Festplattenleistung ist damit natürlich deutlich schwächer. Aber nach über drei Stunden ist das Ding immer noch nicht fertig. Was mich aber wirklich sauer macht, sind die Fortschrittsanzeigen: die lag 1,5 Stunden lang bei 72% und steht jetzt seit einer Stunde bei 93%.
Entschuldugt bitte, werte Programmierer, aber dann spart Euch bitte den Scheiss und zeigt einen netten Film. Pixar hätte einiges im Angebot :D

Wie kommt es, dass trotzdem Institutionen und Unternehmen so etwas kaufen?

SK

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